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Regionaltreffen des Inklusionsnetzwerkes Sachsen

Regionaltreffen des Inkusionsnetzwerkes Sachsen in Chemnitz am 28. November 2019 in Kooperation und mit freundlicher Unterstützung des smac - Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz.

"Chemnitz auf dem Weg zur inklusiven Stadt"

Das smac ist eine der kulturellen Einrichtungen in Chemnitz, welche zur Umsetzung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung bereits schon beachtliche Schritte gegeangen ist. Es steht nicht nur für einen Blick zurück - in die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte. Es steht für Inklusion und auch deren Weiterentwicklung. Mit den Themenschwerpunkten des Programmes ist es gelungen den Fokus im Bereich "Kultur", ausgehend von einem Überblick auf das Große Ganze, den Chemnitzer Teilhabeplan, den Aktionsplan daraus - Chemnitz inklusiv 2030 - zur Umsetzung von Inklusion, bis hin zu gelebter Inklusion im Theater immer enger zu ziehen.

Was und wie sich Chemnitz vorgenommen hat, die Stadt inklusiver zu gestalten, sollte den 30 Gästen des Regionaltreffens im smac nahe gebracht werden. Die Stadt Chemnitz beschreibt in einem Teilhabeplan, wie das Leben von Menschen mit Behinderung in der Stadt Chemnitz bis 2030 verbessert werden kann.

Anna Galda, Leiterin der Stabstelle Morgenstadt - Bürgermeisteramt Chemnitz, gab den Teilnehmenden dazu einen Gesamtüberblick und Fakten. Für Chemnitz wurde eine Bestands-und Bedarfsanalyse zu Barrierefreiheit und Teilhabemöglichkeiten erhoben. In Auswertung dessen sollen mit dem lokalen Aktionsplan "Chemnitz inklusiv 2030" in elementare, städtische Lebensbereichen inklusiver gestaltet werden und somit die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden. Die Lebensbereiche wurden in die Themen- und Handlungsfelder Arbeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit, Mobiliität sowie Kultur-Freizeit-Sport gegliedert. Interessenvertetungen und Mitarbeiter*innen der Stadt bilden Arbeitsgruppen je Themenfeld, eine öffentliche Beteiligungsmöglichkeit wurde geschaffen. 2020 sollen erste Beschlüsse für Maßnahmen zur Umsetzung von Inklusion auch im Haushalt der Stadt Chemnitz beschlossen werden.

Anja Voigt - Akteurin und Sprecherin der Arbeitsgruppe im Handlungsfeld Kultur-Freizeit-Sport, gab Einblick in die Breite der Themen und Aufgaben, denen man sich allein in diesem Bereich stellt. Von der Vision dass alle Menschen in Chemnitz gleichberechtigt, barrierefrei am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben teilnehmen und teilhaben können. Den dazu nötigen Maßnahmen um eine Umsetzung der Erfordernisse bis 2030 zu erzielen. Dazu gehört auch Inklusion im kulturellen Profil der Stadt sichtbar zu machen, sowohl in den Angeboten und Programmen als auch in der aktiven Mitgestaltung durch Menschen mit Behinderungen.

Wie Inklusion, im Theater umgesetzt und damit lebendig werden kann, zeigte das erfrischend impulsive Referat von Pier Giorgio Furlan - Künstlerischer Leiter Förderkreis Centro Arte Monte Onore e.V. auf. „Die Reise des Marco Polo“. Seine Präsentation: Die Geschichte einer theatralischen Reise mit Inklusionshintergrund. Inszeniert und bis in alle Details, wie Kostüme und Bühnenbild,  gestaltet und aufgeführt von unterschiedlichen Gruppen von Menschen jeden Alters, jeglichen sozialen Umfeldes, jeglicher Glaubensrichtung, Menschen mit und ohne gesundheitlichen Einschränkungen und Menschen mit Migrationshintergrund. Barrierefrei bedeutet, nicht nur die örtlichen Begebenheiten zu modifizieren, sondern insbesondere die Barrieren im Kopf abzubauen und die Teilnehmer zu einem gegenseitigen respektvollen Miteinander zu inspirieren. Seine Forderung: Für Inklusion müssen mehr Menschen aktiv werden, beschäftigt werden bspw. in Behörden, für Inklusion muss man konkret handeln.

Wir danken unserem Netzwerkpartner, dem smac für die Gastfreundschaft, allen Referent*innen und Teilnehmenden für das Gestalten und Gelingen der Veranstaltung.

Ihr Ansprechpartner:

Falk Friedrich
Regionalbeauftragter Chemnitz, Mittelsachsen und Erzgebirgskreis
Telefon: 0173 6993121

friedrich@inklusionsnetzwerk-sachsen.de